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Weg frei in den Lerbacher Wald  - die neue Brücke über den Scheidtbach steht

Die Bürgerinnen und Bürger von Heidkamp und Umgebung können sich freuen: Die hölzerne Fußgängerbrücke im Lerbacher Wald, die über den Scheidtbach führte und im Juli von StadtGrün wegen Baufälligkeit entfernt werden musste, ist ersetzt und kann in Kürze wieder benutzt werden.

Zu verdanken ist dies dem Engagement des Bergisch Gladbacher Zimmermeisters Ulrich Gerlach. Er erklärte sich spontan bereit, mit seiner Firma UG Holzbau die Arbeiten ohne Honorar zu leisten, wenn die Stadt die Finanzierung des Materials übernimmt. Die Aktion findet statt im Rahmen der Aktivitäten von „Wir für Bergisch Gladbach e.V.“

Der Unternehmer hatte vom Abbau der Brücke gelesen und sich umgehend mit Vereinsvorstand Ferdinand Linzenich in Verbindung gesetzt, der den Kontakt zur Stadt herstellte. Bei StadtGrün rannte Gerlach mit seiner Idee offene Türen ein. Denn auch wenn es sich hier nicht um städtisches Terrain handelt, hat die Brücke doch eine sehr wichtige Funktion für die Naherholung. Insbesondere für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, unter Sehbehinderungen leiden oder einen Kinderwagen mit sich führen, erspart dieser Zugang beträchtliche Umwege.

Der Lerbacher Wald untersteht als Privatwald der Gutsverwaltung Lerbach, die Brücke war allerdings vor vielen Jahren durch die Stadt erstellt worden. Der Grundeigentümer hat sein Einverständnis zum Neubau an derselben Stelle gegeben.  

Stadtbaurat Stephan Schmickler setzte sich persönlich für den Neuaufbau der Brücke ein, gestand allerdings auch zu, dass die Stadt die Brücke nicht aus laufenden Mitteln bezahlen könne. In einer Pressemeldung über den bevorstehenden Abbau wurde deshalb zur uneigennützigen Hilfe aus der Bevölkerung aufgerufen. Wie nun geschehen, und das schneller als erhofft! Die Materialkosten von knapp 2.700 Euro kann die Stadt aus dem Unterhaltungsbudget von StadtGrün aufbringen.  

Bürgermeister Lutz Urbach ist von der schnellen und unkomplizierten Hilfe in Sachen Brückenbau beeindruckt: „Das Geld für die Neukonstruktion hätte im städtischen Haushalt an anderer Stelle eingespart werden müssen, zum Beispiel bei der Spielplatzunterhaltung. Herzlichen Dank also an Herrn Gerlach im Namen all derjenigen, die nun wieder ohne Barrieren oder Umwege diesen schönen Teil des Lerbacher Waldes erreichen können.“

Ziemlich genau vor einem Jahr, im Oktober 2013, hatte „Wir für Bergisch Gladbach“ die ersten konkreten Pläne zur Vereinsarbeit in der Öffentlichkeit präsentiert. Vorstand Ferdinand Linzenich freut sich, nun wieder ein Projekt vorstellen zu können, was den Vereinszweck ideal widerspiegelt: „Unser Motto heißt ‚Machen statt Meckern‘. Ulrich Gerlach hat nicht lange gefackelt und sein fachliches Können in den Dienst der Öffentlichkeit gestellt. Wenn wir das alle täten, gäbe es in unserer Stadt sehr viel weniger zu meckern.“

Letzte Arbeiten - Blumenstrauß für Ulrich Gerlach - "Erstbegehung"

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